Tödliche Explosion in Thailand

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MyThai
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Tödliche Explosion in Thailand

#1

Beitrag von MyThai »

Leichtsinnig werkelten Mitarbeiter eines thailändischen Schrotthändlers an einer 227 Kilogramm schweren Bombe herum, dann explodierte sie. Bei dem Unglück im Norden Bangkoks starben mindestens sieben Menschen.
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Bangkok - Die Wucht der Bombenexplosion war gewaltig: Sie riss einen drei Meter tiefen Krater in die Erde, zerstörte ein komplettes Haus und beschädigte umliegende Gebäude. Mindestens sieben Menschen kamen bei dem Unglück im Norden Bangkoks ums Leben, 19 weitere wurden verletzt.

Bauarbeiter hatten beim Graben eine 227 Kilogramm schwere Bombe gefunden und diese an einen Schrotthändler verkauft. Dessen Mitarbeiter versuchten, den Sprengkörper mit einem Schneidbrenner zu zerteilen.
http://www.spiegel.de/panorama/explosio ... ml#ref=rss

Wenn es nicht so schlimm wäre könnte man das wohl auch unter.....das läuft hier so posten :( :(
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tom
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#2

Beitrag von tom »

Dass Bangkok im 2. Weltkrieg bombadiert wurde, wusste ich gar nicht... Wieder etwas dazu gelernt...

Aber man muss sich manchmal schon über die Intelligenz des Menschen fragen... zuerst findet jemand eine Bombe dieser Grösse, dann verkauft er die einfach einem Schrotthändler und dieser wiederum packt zum Schneidbrenner und versucht das Ding zu zerlegen. Na gut, ist ihm irgendwie ja auch gelungen... Schon unglaublich.

Gruss Tom

Werner
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#3

Beitrag von Werner »

Wer weiß, vielleicht kam die mit einem Pickup aus der Grenzregion zu Laos oder Kambodscha nach Bangkok. Die Amis hatten ja von einigen Städten in Thailand über Jahre regelmäßig Bomber nach Vietnam geschickt. Die Flugzeuge werfen ihre komplette Last ab bevor sie landen. Wenn sie ihre Ziele in Vietnam nicht erreichten haben sie die halt irgendwo in den Dschungel geworfen, meist wurde das über Laos gemacht. Vielleicht haben die auch mal ein Reisfeld in Thailand dafür genutzt.

Aber wem das nicht reicht, hier wird es noch schlimmer:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearunf ... mut_Prakan

W.
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thedi
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#4

Beitrag von thedi »

Die Bombe war aus dem 2. Weltkrieg, nicht aus dem Vietnamkrieg.

Sie wurde dem Schrotthändler als Hammer zum Einschlagen von Pfählen angedreht. Er hatte seine Zweifel - die Form sei nicht typisch - aber die Verkäufer beharrten darauf, dass sie den 'Hammer' gerade selbst von einem Kran demontiert hätten.

Der Händler war nicht dabei, als seine Arbeiter versuchten, den 200 kg schweren ''Hammer' zu zerlegen.

Vorerst will die Polizei nun einmal kontrollieren, ob alle Papiere des Schrotthändler in Ordnung sind. Bewilligungen und so - inkl. der Arbeiter. Ist also alles unter Kontrolle: so wird man der Sache schon auf den Grund kommen.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

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MyThai
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#5

Beitrag von MyThai »

thedi hat geschrieben:Die Bombe war aus dem 2. Weltkrieg, nicht aus dem Vietnamkrieg.

Sie wurde dem Schrotthändler als Hammer zum Einschlagen von Pfählen angedreht. Er hatte seine Zweifel - die Form sei nicht typisch - aber die Verkäufer beharrten darauf, dass sie den 'Hammer' gerade selbst von einem Kran demontiert hätten.
Der Händler war nicht dabei, als seine Arbeiter versuchten, den 200 kg schweren ''Hammer' zu zerlegen. Thedi
Absolut der Wahnsinn.....
Will ja niemandem etwas unterstellen aber schon komisch dass der Händler selbst nicht dabei war....egal schlimm genug.

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MyThai
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#6

Beitrag von MyThai »

tom hat geschrieben:Dass Bangkok im 2. Weltkrieg bombadiert wurde, wusste ich gar nicht... Wieder etwas dazu gelernt...
Gruss Tom
In der Tat Tom ich war zuerst auch ein bisschen perplex....und habe mal ein bisschen rumgestöbert.
Erstens ist es schwer überhaupt etwas über die Thailands Geschichte im 2. Weltkrieg zu finden und die Informationen sind sehr rar.

Also ich habe mehrere Quellen gefunden die ein Bombardement der Alliierten erwähnen..........

ZB hier................

Im 2. Weltkrieg wurde Bangkok einige Jahre lang von japanischen Streitkräften besetzt und 1944 von den Alliierten bombardiert. Nach Ende des Krieges erholte sich die Stadt glücklicherweise schnell wieder und wuchs weiter.

http://www.reisefuehrer-bangkok.de/geschichte.html

Oder hier..............
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Bei dem Sprengkörper handelt es sich Polizeiangaben nach wahrscheinlich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Bangkok war während der Besatzung durch japanische Streitkräfte von US-amerikanischen und britischen Flugzeugen bombardiert worden. Auch in anderen asiatischen Städten wie Hong Kong werden bis heute noch Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

http://german.china.org.cn/internationa ... 993153.htm

Ciao Dan :)
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Westfale
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#7

Beitrag von Westfale »

@ Thailand im WK II ... Meine erste Assoziation wäre die Brücke am Kwai. ... in der Tat war TH wie fast ganz Südostasien und der Pazifik japanisch besetzt. Bekannt, u.a. die Philippinen und weite Teile Chinas mit teilweise bis heute unaufgeklärten Kriegsverbrechen. Dazu gab es den Angriff auf Hawaii, Pearl Harbor (ohne Besatzung) und sogar auf den Aleuten vor Alaska (US-Territorium) sind japanische Truppen kurz gelandet.

Auch BKK wurde bombadiert, aber das ist relativ unbekannt, vermutlich selbst in Thailand.

Dazu sind in D die Bombenangriffe des WK II noch immer Realität. Vor kurzem gab es eine große Explosion im München, abgesperrt.
Und auch bei mir im damals als Industriegebiet stark betroffenem Ruhrgebiet wurde ich in den letzten Jahren zweimal 'evakuiert' weil auf Großbaustellen in der Umgebung Blindgänger entdeckt wurden. Das dauerte dann so zwei bis drei Stunden, Hut ab vor den Experten, die sich an die verrosteten Dinger trauen. Jeder Handgriff kann da tödlich sein.
Wer von meinen Beiträgen noch nicht genug hat, findet mehr von mir auf meiner Homepage
https://pjotr-x.jimdosite.com/
… und meine Bücher sind bei Amazon erhältlich
https://www.amazon.de/Pjotr-X/e/B06XSLX ... t_ebooks_1

Werner
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#8

Beitrag von Werner »

Unglaublich. Aber nun stellt euch mal vor, dass Tausende von den Dingern direkt hier in eurer Heimatstadt explodieren. Vielleicht mal 100 an einem Tag. Das ist schon heftig. So einen Krieg möchte ich nicht mehr erleben. Wir können dankbar sein, dass wir so lange Ruhe haben.

Traurig nur, dass Thais manchmal wirklich ein wenig zu dumm sind. Das Ding haben die in aller Ruhe ausgebuddelt und zum Schrotthändler transportiert. Das haben sicher 20 bis 50 Leute gesehen und trotzdem rafft keiner, dass dies eine Bombe ist und dann basteln sie da noch mal eben dran rum, und das mit einem Schneidbrenner. Ist schon reichlich naiv. Der andere Arbeitertrupp hat das ja bemerkt und die Bombe gemeldet. Hier in Deutschland passiert auch immer wieder ein Unglück, aber meist bevor man so ein Ding überhaupt ausgebuddelt und gesichtet hat.

W.
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thedi
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#9

Beitrag von thedi »

Thailand war in 2. Weltkrieg auf der Seite der Japaner. Thailand hatte sogar eine Kriegserklärung in die USA geschickt - diese wurde allerdings wohlweislich vom dortigen Botschafter in eine Schublade gesteckt und vergessen - also nie überreicht. Nach der Kapitulation von Japan war Thailand für ein paar Tage noch als einziges Land im Kriegszustand gegen die Alliierten - bis das einfach stillschweigend ignoriert wurde.

Wenn heute gesagt wird, dass Thailand von Japan besetzt war, dann entspricht das der heutigen Thai Geschichtsschreibung, aber nicht unbedingt den Tatsachen. Die Japaner nutzten Thailand vor allem als Durchgangsland - sie wollten nach Burma gegen die Engländer vorstossen. Daher auch der Bau der Eisenbahnlinie mit der berühmten Brücke. Dabei wurden von den Japanern Thai Bauern wie Sklaven eingesetzt - genau so wie hundertausende von anderen Südostasiaten. Beim Bau der Eisenbahnlinie starben weit über zehn mal mehr südostasiatische Sklaven als alliierte Kriegsgefangene.

Bekanntlich wurde die Brücke mit einem Fliegerangriff zerstört.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi
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Westfale
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Re: Tödliche Explosion in Thailand

#10

Beitrag von Westfale »

Habe jetzt dazu gegoogelt, bekanntlich weiß Wikipedia ja alles:
Bereits im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) arbeiteten siamesische und japanische Armeeangehörige eng zusammen, insbesondere als Folge der Anstrengungen Japans zur Entfaltung einer Hegemonie in der Region. 1939 wurde Siam in Thailand umbenannt und hatte bereits vorher in die Armee mit britischer und deutscher Hilfe investiert sowie eine Luftwaffe aufgebaut, die aus japanischen und US-amerikanischen Flugzeugen bestand. Während des Zweiten Weltkriegs war das Land nicht nur in die Auseinandersetzungen der Achsenmächte und der Alliierten sondern auch in alte regionale Konflikte verwickelt. Freiheitsbewegungen in Vietnam, Kambodscha und weniger machtvoll in Laos versuchten die Schwächung Frankreichs nach dessen Fall an das Deutsche Reich auszunutzen. Thailand hatte ebenfalls eine Rechnung offen, nämlich den unfreiwilligen Verzicht auf Laos und kambodschanisches Gebiet, den Frankreich unter Waffendrohung mehrere Jahrzehnte vorher abgepresst hatte. Phibunsongkhram sah die Gelegenheit, dies rückgängig zu machen. Die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs in Thailand lassen sich in drei Phasen einteilen: den Krieg gegen Frankreich (1940–1941), den Überfall Japans auf Thailand zur Absicherung Südostasiens gegen Großbritannien (1941–1944) und die Lage nach dem Fall Phibuns (1944–1945).

Krieg gegen Frankreich 1940-1941
→ Hauptartikel: Französisch-Thailändischer Krieg

Nach dem Fall Frankreichs in Europa baute die japanische Militärorganisation Armeebasen in Französisch-Indochina. Auch Thailand sah seine Zeit gekommen und eröffnete eine Luftoffensive entlang des Mekong gegen Vientiane in Laos sowie Sisophon und Battambang in Kambodscha, die auf wenig Gegenwehr stieß. Im Januar 1941 begann die Armee eine Offensive zu Lande, die nach kurzem Widerstand Laos eroberte, in Kambodscha aber auf erheblichen Widerstand stieß. Auf See hatte die thailändische Marine gegen die überlegene französische Flotte keine größeren Erfolge. In der Schlacht von Koh Chang am 17. Januar 1941 unterlag die thailändische Marine und konnte nur ein französisches Schiff an der Südküste der Insel versenken. Auf Initiative Japans einigte man sich aber am 28. Januar auf einen Waffenstillstand, der am 9. Mai in einen Friedensvertrag mündete, in dem Frankreich die strittigen Gebiete an Thailand zurückgeben musste.

Japans Überfall auf Thailand

Auch wenn Phibunsongkhram fest an der Seite von Japan stand, hatte dieses eigene Interessen, die weit über Thailand hinausreichten. Großbritannien hatte sich in einem längeren Kolonialisierungsprozess die Ölvorkommen und andere natürliche Ressourcen von Malakka gesichert. Der Krieg in Europa mit den Luftangriffen der deutschen Luftwaffe und den beginnenden Kriegshandlungen um die Ölvorkommen im Nahen Osten, die von Erwin Rommel geleitet wurden, spannte die britischen Kräfte so sehr an, dass sie ihre Gebiete in Birma und auf der Malaiischen Halbinsel nur mühsam verteidigen konnten. Japan sah seine Chance in einem Einmarsch in Thailand, um von dort aus in den Nordwesten nach Birma und in den Süden nach Malaya und Singapur vorzustoßen. Nach kurzen Gefechten am 8. Dezember 1941 billigte die thailändische Regierung den Zugriff Japans auf thailändische Ressourcen. Kurze Zeit später unterzeichnete Phibun ein gegenseitiges Beistandsabkommen, das den japanern vollen Zugriff auf das thailändische Eisenbahnsystem gab und Straßen, Flugplätze, Marinebasen und Kommunikationssysteme einschloss. Thailand erhielt mit japanischer Hilfe die 1909 an England verlorenen Gebiete im Süden zurück und konnte in den Shan-Staaten Birmas einen Angriff beginnen. Damit waren sämtliche Ansprüche Thailands an Gebiete erfüllt, die aufgrund der diplomatischen und militärischen Erpressung durch England und Frankreich zwischen 1893 und 1909 aufgegeben werden mussten.

Fall Japans und Rücktritt Phibuns

Gegen Ende des Krieges griff Japan aufgrund der Schwächung seiner Rohstoffzentren andernorts immer dreister auf die Ressourcen Thailands zurück, so dass von einer eigentlichen Besetzung des Landes gesprochen werden muss. Die Alliierten nutzten ihre Luftüberlegenheit und bombardierten Bangkok und andere Ziele im Land. Phibuns Sympathiewerte schwanden immer mehr, woraufhin sich die zivile politische Elite von ihm abwendete und ihn im Juni 1944 zum Rücktritt zwang. Infolge der Niederlage Japans zwangen England und Frankreich Thailand zur erneuten Aufgabe seiner Territorien in Laos und Kambodscha. Damit war der Zustand vor dem Krieg wiederhergestellt.

Der Zweite Weltkrieg erwies sich auch in Südostasien als Krieg in der Luft, wie z. B. bei den Sturzkampfbombern 1941 gegen französische Stellungen und die Luftaufklärung in den Bergen des Nordens von Thailand.
Quelle: Wikipedia (Militärgeschichte von Thailand) http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A ... n_Thailand
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