Habe jetzt dazu gegoogelt, bekanntlich weiß Wikipedia ja alles:
Bereits im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) arbeiteten siamesische und japanische Armeeangehörige eng zusammen, insbesondere als Folge der Anstrengungen Japans zur Entfaltung einer Hegemonie in der Region. 1939 wurde Siam in Thailand umbenannt und hatte bereits vorher in die Armee mit britischer und deutscher Hilfe investiert sowie eine Luftwaffe aufgebaut, die aus japanischen und US-amerikanischen Flugzeugen bestand. Während des Zweiten Weltkriegs war das Land nicht nur in die Auseinandersetzungen der Achsenmächte und der Alliierten sondern auch in alte regionale Konflikte verwickelt. Freiheitsbewegungen in Vietnam, Kambodscha und weniger machtvoll in Laos versuchten die Schwächung Frankreichs nach dessen Fall an das Deutsche Reich auszunutzen. Thailand hatte ebenfalls eine Rechnung offen, nämlich den unfreiwilligen Verzicht auf Laos und kambodschanisches Gebiet, den Frankreich unter Waffendrohung mehrere Jahrzehnte vorher abgepresst hatte. Phibunsongkhram sah die Gelegenheit, dies rückgängig zu machen. Die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs in Thailand lassen sich in drei Phasen einteilen: den Krieg gegen Frankreich (1940–1941), den Überfall Japans auf Thailand zur Absicherung Südostasiens gegen Großbritannien (1941–1944) und die Lage nach dem Fall Phibuns (1944–1945).
Krieg gegen Frankreich 1940-1941
→ Hauptartikel: Französisch-Thailändischer Krieg
Nach dem Fall Frankreichs in Europa baute die japanische Militärorganisation Armeebasen in Französisch-Indochina. Auch Thailand sah seine Zeit gekommen und eröffnete eine Luftoffensive entlang des Mekong gegen Vientiane in Laos sowie Sisophon und Battambang in Kambodscha, die auf wenig Gegenwehr stieß. Im Januar 1941 begann die Armee eine Offensive zu Lande, die nach kurzem Widerstand Laos eroberte, in Kambodscha aber auf erheblichen Widerstand stieß. Auf See hatte die thailändische Marine gegen die überlegene französische Flotte keine größeren Erfolge. In der Schlacht von Koh Chang am 17. Januar 1941 unterlag die thailändische Marine und konnte nur ein französisches Schiff an der Südküste der Insel versenken. Auf Initiative Japans einigte man sich aber am 28. Januar auf einen Waffenstillstand, der am 9. Mai in einen Friedensvertrag mündete, in dem Frankreich die strittigen Gebiete an Thailand zurückgeben musste.
Japans Überfall auf Thailand
Auch wenn Phibunsongkhram fest an der Seite von Japan stand, hatte dieses eigene Interessen, die weit über Thailand hinausreichten. Großbritannien hatte sich in einem längeren Kolonialisierungsprozess die Ölvorkommen und andere natürliche Ressourcen von Malakka gesichert. Der Krieg in Europa mit den Luftangriffen der deutschen Luftwaffe und den beginnenden Kriegshandlungen um die Ölvorkommen im Nahen Osten, die von Erwin Rommel geleitet wurden, spannte die britischen Kräfte so sehr an, dass sie ihre Gebiete in Birma und auf der Malaiischen Halbinsel nur mühsam verteidigen konnten. Japan sah seine Chance in einem Einmarsch in Thailand, um von dort aus in den Nordwesten nach Birma und in den Süden nach Malaya und Singapur vorzustoßen. Nach kurzen Gefechten am 8. Dezember 1941 billigte die thailändische Regierung den Zugriff Japans auf thailändische Ressourcen. Kurze Zeit später unterzeichnete Phibun ein gegenseitiges Beistandsabkommen, das den japanern vollen Zugriff auf das thailändische Eisenbahnsystem gab und Straßen, Flugplätze, Marinebasen und Kommunikationssysteme einschloss. Thailand erhielt mit japanischer Hilfe die 1909 an England verlorenen Gebiete im Süden zurück und konnte in den Shan-Staaten Birmas einen Angriff beginnen. Damit waren sämtliche Ansprüche Thailands an Gebiete erfüllt, die aufgrund der diplomatischen und militärischen Erpressung durch England und Frankreich zwischen 1893 und 1909 aufgegeben werden mussten.
Fall Japans und Rücktritt Phibuns
Gegen Ende des Krieges griff Japan aufgrund der Schwächung seiner Rohstoffzentren andernorts immer dreister auf die Ressourcen Thailands zurück, so dass von einer eigentlichen Besetzung des Landes gesprochen werden muss. Die Alliierten nutzten ihre Luftüberlegenheit und bombardierten Bangkok und andere Ziele im Land. Phibuns Sympathiewerte schwanden immer mehr, woraufhin sich die zivile politische Elite von ihm abwendete und ihn im Juni 1944 zum Rücktritt zwang. Infolge der Niederlage Japans zwangen England und Frankreich Thailand zur erneuten Aufgabe seiner Territorien in Laos und Kambodscha. Damit war der Zustand vor dem Krieg wiederhergestellt.
Der Zweite Weltkrieg erwies sich auch in Südostasien als Krieg in der Luft, wie z. B. bei den Sturzkampfbombern 1941 gegen französische Stellungen und die Luftaufklärung in den Bergen des Nordens von Thailand.
Quelle: Wikipedia (Militärgeschichte von Thailand)
http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A ... n_Thailand