Laos Fischzucht finanziert Studium

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Laos Fischzucht finanziert Studium

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Beitrag von MyThai »

Erfolgsgeschichten in Bildern
Fischzucht finanziert Studium / Ausstellung "Entwicklungsgeld" der Sparkasse
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Herford. Die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation leistet seit zwanzig Jahren Hilfe in Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie baut lokale Kreditinstitute auf und schafft Verständnis für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Die Fotoausstellung "Entwicklungsgeld" in den Räumen der Sparkasse Herford gewährt nun Einblicke in die Arbeit vor Ort.

Frau Joy in Laos hat es geschafft. Mit Hilfe eines Mikrokredites ist es ihr gelungen, eine kleine Vogel- und Fischzucht aufzubauen. Daneben betreibt sie ein Geschäft für Lebensmittel und Haushaltswaren. Zudem hat ihre Tochter ein Studium abgeschlossen, und zwei Söhne gehen derzeit zur Universität. Das ist eine ordentlich Leistung, wenn man bedenkt, dass das monatliche Durchschnittseinkommen in Laos 55 Euro beträgt – und die jährlichen Studiengebühren 1.000 Euro.


Niclaus Bergmann ist Geschäftsführer der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. Er hat die Fotoausstellung über Menschen wie Frau Joy gestern gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Herford, Peter Becker, eröffnet.

Bergmann spricht mit offensichtlicher Begeisterung über den Werdegang der fleißigen Dame aus Laos. Sie schreibt eine von vielen kleinen Erfolgsgeschichten, die die Stiftung seit zwanzig Jahren im Ausland möglich macht. Geld und Kleinkredite spielen dabei zwar eine zentrale Rolle.

Jedoch, so macht Bergmann deutlich, geht es beim Aufbau von Finanzstrukturen vor allem auch um eine Kultur des verantwortungsvollen Umgangs mit Geld: "Wir möchten besonders auch Nachhaltigkeit vermitteln und nicht den schnellen, aber meistens kurzfristigen Erfolg befördern", sagt er.

Die Sparkassenstiftung setzt dabei auf eine Kooperation aus eigenen Mitarbeitern und Menschen vor Ort, die schon im Banken- oder Finanzsektor tätig sind, aber vor allem fachliche Anleitung brauchen: Wie baut man eine wirtschaftlich arbeitenden Bank auf, ohne seine Kunden mit Wucherzinsen zu vergraulen? Was sind die Aufgaben, und wie funktioniert eine Innenrevision, die sämtliche Abläufe überwacht, Schwachstellen findet und beheben hilft?

Bergmann berichtet: "Entwicklungsprojekte allgemein scheitern unser Erfahrung nach oft nicht am Geld, sondern an mangelndem Wissen vor Ort. Da setzen wir an. Zum Beispiel was das Thema Sparen angeht."

Da es in Entwicklungs- und Schwellenländern oft kein gut entwickeltes Bankenwesen gebe, sei auch der Spargedanke teilweise nicht vorhanden. Die Menschen sparten zwar, jedoch werde die Ersparnis beispielsweise in Vieh investiert.

"Und dann kommt eine Katastrophe wie die Vogelgrippe vor einigen Jahren in Asien, und auf einmal müssen Tausende Hühner notgeschlachtet werden. In Wirklichkeit werden dann die Ersparnisse geschlachtet. Wir wollen helfen, eine finanzielle Grundbildung zu schaffen und den Gedanken des Sparens zu etablieren, ähnlich wie wir ihn am Weltspartag vermitteln."

Die Ausstellung mit Bildern des Fotografen Philip Ruopp ist bis zum 30. Januar in der Kundenhalle der Sparkasse, Auf der Freiheit 20, zu sehen. Der Fotograf erzählt darin kleine Erfolgsgeschichten von Menschen aus Ghana, Laos und Vietnam.

http://www.nw-news.de/owl/kreis_herford ... ldern.html
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