Im Chi River wird bei der Brücke gebaut. Mir sagte man, dass es darum geht das Dorf, das dort nah am Ufer gebaut wurde, vor der ständigen Erosion zu schützen. Die seien übrigens auch schuld daran, dass es dieses Jahr so trocken sei, dass es womöglich keine Reisernte bei uns geben wird: die Unternehmer hätten einen sehr mächtige Geisterbeschwörer engagiert, so dass sie unbehindert im Flussbett arbeiten können.
Bei Chonabot ist eine viel grössere Buddelei im Gange. Niemand weiss etwas konkretes. Ich vermute nun, dass die gute Erde aus dem riesigen Sumpfgebiet verkauft wird und die entstehenden Löcher dann als Wasservorrats Weiher genutzt werden könnten. Das grosse Simpfgebiet ist staatliches Land ... nicht in Privatbesitz. Chonabot liefert von dort und dem Chi River Leitungswasser bis zu uns. Das ist fast 20 km weit weg. In letzter Zeit wurde das Wasser öfters mal knapp. Der Chi River wurde in der letzten Trockenzeit total leer gepumpt. Da blieben nur noch einzelne, nicht zusammenhängende Pfützen übrig. Dort wo niemand eine Pumpe ansetzte.
Früher wurde hier nur ein mal im Jahr Reis angepflanzt. Mit den vielen Pumpen, die es heute gibt, können viele ihre Felder zwei mal im Jahr bestellen. Mit der Konsequenz, dass der Fluss ganz leer gepumpt wird.
Ich vermute daher, dass es bei der Buddlerei bei Chonabot in erster Linie um Trinkwasser Versorgung geht. Mit dem Nebeneffekt, dass die relativ gute Erde teuer verkauft werden kann. So könnte sich das ganze Unternehmen wo möglich selbst finanziern. Sofern es nicht so geht wie eigentlich überall auf der Welt: das rentable machen private Unternehmer, was nur kostet macht die öffentlich Hand...