Die Geschichte dieses Weingutes beginnt streng genommen in Pattaya,
1965, als Kurt Wachtveitl das Management der Nipa Lodge /Nova Lodge übernimmt.
2 Jahre später übernahm er ein heruntergewirtschaftes Hotel in Bkk, das Oriental, welches die Eignentümer der Nipa Lodge übernommen hatten.
http://www.welt.de/reise/article1384481 ... gende.html
Der Rest ist Geschichte.
Manch einer meint, Kim Wachtveitl, Sohn des liebevoll Khun Kurt genannten, ehemaligen Direktors des Mandarin Orientals, sei bereits mit seiner Geburt berühmt gewesen. Kim lacht über die Vorstellung der Leute, er sei in einem Palast groß geworden.
Du bist als Kind einer thailändischen Mutter und eines deutschen Vaters aufgewachsen. Wie verschmelzen die Tugenden der Kulturen?
Natürlich hat man Einflüsse von beiden Kulturen. Als Kind saugt man alles auf und bildet sich eine eigene Welt. Ich bin recht global aufgewachsen, etwa alle zehn Jahre auf einem neuen Kontinent. Damals ahnte noch niemand, dass Auslandserfahrungen einmal so von Bedeutung sein würden.
Hotel und Management sind Dein Hintergrund. Wie entstand die Liebe zum Wein?
Ich komme aus dem Speise- und Getränkebereich der Hotellerie und habe mein Studium an der Cornell University absolviert. Durch die vielen Reisen in verschiedene Weingebiete habe ich schon jung an meinem eigenen, kleinen Weinkeller gebaut. Wein war immer ein Teil meiner Arbeitsstellen, deshalb war eigentlich klar, dass ich voll im Weingeschäft landen würde.
Als Director of Business Development arbeitest Du heute für Siam Winery. Inwieweit bist Du in den Aufbau der thailändischen Weinkultur involviert?
Die Anfänge gehen auf die Vision von Khun Chalerm, den Gründer der Siam Winery, zurück. Seine Passion ist es, den Thailändern die Weinkultur näherzubringen. Unser Weinberg, der Hua Hin Hills Vineyard, bietet mehreren tausend Besuchern im Monat einen Einblick in die Welt unseres Weines an. Natürlich bin ich nicht alleine, es gibt mehrere passionierte Thais im Betrieb sowie andere deutsche Spezialisten im Weinkeller und Verkauf. Zum Beispiel Kathrin Puff als Winzerin und Kellermeisterin, und Hanna Oberauer, die unseren Wein weltweit promotet. Wir arbeiten als ein Team zusammen. Sogar unsere Berater im Weinbau kommen aus Deutschland.
Würdest Du Dich für eine Pokdum, eine rote Traubensorte, die in Thailand heimisch ist, oder eine klassisch französische Cabernet-Sauvignon-Traube entscheiden?
Ich bin ein Rieslingliebhaber. Das mag mit meiner deutschen Abstammung oder mit meiner Zeit in Deutschland zusammenhängen. Sie ist eine sehr variable Traubensorte, die einfach alles möglich macht – außer Rotwein (lacht). Riesling-Weine sind leichte Weine mit viel Aroma und wenig Alkohol, die hervorragend zum Essen passen. Hier in Thailand haben wir mit Pokdum-Trauben angefangen und unsere ersten Weine damit entwickelt. Jetzt verabschieden wir uns mehr und mehr von dieser Traubensorte, da Chenin Blanc-, Colombard-, Shiraz- oder Sangiovese-Trauben sehr gute Qualität und Ertrag hervorbringen. Natürlich forschen wir weiter. Aber leider gedeiht nicht jede Traubensorte in Thailand. Cabernet Sauvignon gibt es noch nicht.
Thai-Food ist über alle Grenzen bekannt und beliebt. Welchen westlichen Hochgenuss würdest Du zu thailändischem Wein servieren?
Wir haben in den vergangenen Jahren mehrere Menü-Konzepte entwickelt, oft mit bekannten Köchen wie McDang oder Ian Kitthichai. Nun ist die Zeit gekommen, unsere Weine auch mit internationaler Küche zu paaren. Unser Monsoon Valley Colombard passt zum Beispiel hervorragend zu einer Meeresfrüchteplatte mit frischen Austern, Muscheln und Garnelen, wie man sie in der Bretagne oder Normandie bekommt. Der Wein hat einen ähnlichen Charakter wie Sancerre oder Muscadet. In Deutschland wäre es vielleicht ein Büsumer Krabbensalat.
„Bio“ ist ein großes Thema auf dem europäischen Markt. Wird die biologische Produktion von Wein auch in Thailand vorangetrieben?
Wir versuchen mit unserem Weinbergteam und unseren Beratern aus Deutschland Techniken zu entwickeln, die umweltfreundlicher sind. Doch im tropischen Klima Thailands ist ein rein organischer Anbau nicht möglich. Außerhalb der Weinproduktion versuchen wir jedoch mehr recyclebares Material zu verwenden.
http://www.thaizeit.de/thailand-themen/ ... weine.html
http://www.siamwinery.com/2011/product_group_1.php
2007 heiratete Kim Wachtveitl die Tochter eines thailändischen Krankenhausbesitzers, der Piyaveth Hospital Group.
http://www.chiangmai-mail.com/232/social.shtml
Mit seiner Frau, Nalin Vanasin, die ebenfalls eine erfolgreiche Geschäftsfrau war,
http://www.nationmultimedia.com/2007/07 ... 039004.php
hat er 2 Kinder, und ist das Paradebeispiel eines Deutschen, mit thailändischem Pass,
der in Thailand beruflich seinen Weg gemacht hat,
(dies nur am Rande)