
Einige Männer, die von den Schiffen flüchten konnten, erzählen im Video von den schrecklichen Bedingungen. Sie werden auf Boote gebracht, um grosse Mengen von nicht essbaren Fischen für die Fischmehlproduktion zu fangen. Um dies zu erreichen, müssen sie in 20-Stunden-Schichten schuften, werden regelmässig geschlagen und gefoltert und müssen zusehen, wie andere brutal hingerichtet werden. Die Männer werden so ohne Lohn jahrelang zur Arbeit gezwungen: «Wir wurden wie Tiere behandelt», berichtet ein Opfer.
Viele Migranten betroffen
Die thailändische Regierung geht davon aus, dass 300'000 Menschen in der Fischindustrie arbeiten, 90 Prozent davon sind Migranten. Diese werden mit perfiden Mitteln auf die Boote gelockt. Die Einwanderer, meist aus Myanmar und Kambodscha, bezahlen Agenten, um eine Stelle in einer thailändischen Fabrik oder auf einer Baustelle zu erhalten. Statt in ein Unternehmen vermittelt zu werden, werden sie dann an Schiffskapitäne für knapp 380 Franken verkauft.
«Ich dachte, ich muss sterben», berichtet Vuthy, ein früherer Mönch aus Kambodscha, der von Kapitän zu Kapitän verkauft wurde. «Sie hielten mich in Ketten und gaben mir kaum zu essen. Sie verkauften uns wie Tiere, aber wir sind keine Tiere – wir sind Menschen.» Ein weiteres Opfer des Menschenhandels berichtet von 20 anderen Sklaven, die vor seinen Augen getötet wurden.
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LG:Dan
